Hier. Das Kreatürliche ist und bleibt beachtenswert. Würde Megan Fox nicht eh schon wie eine Illustration aussehen, man müsste sie mit CGI nachbauen. Der Leib-Seele Dualismus kräht trotzig hervor, denn die Schildkröten wurden leiblich von jemand anderem gespielt als gesprochen. Acht Menschen für vier mutierte Tiere. Letzten Endes ein ganzer Bay: der Humor nonexistent, die Figuren so eindeutig wie Brechdurchfall.
Wo soll das alles enden? Es endet nie. Niemals.
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7/04/2016
5/22/2016
Deliver Us from Evil, Scott Derrickson
Hier. Das große E ist und bleibt unumstösslich, unaustreibbar, unausweichlich. Letztlich geht es beim Grusel immer um beschädigte und eh temporäre Mikrogemeinschaften wie zum Beispiel Familien und selbige haben ja meistens mit Schutzbefohlenenmanagement zu tun. Krise allerorten - und wer sich durch den Krieg in einer fremden Klimazone ein Trauma einfängt, kann an der Heimatfront allerlei Unfug anrichten. Zum Beispiel nicht mehr die Rolle des Elternteils erfüllen und eine nachhaltige Erziehung sabotieren.
Insgesamt nervt der Film ein wenig. Hübsch photographiert (Sieben kann es besser) und naiv dargestellt (das Geständnis ist die Erlösung ist das Verhör ist die Entfaltung der Wahrheit anhand des geschundenen Körpers am Höhepunkt), aber nicht nachhaltig genug für modernen Katholizismuskitzel.
Insgesamt nervt der Film ein wenig. Hübsch photographiert (Sieben kann es besser) und naiv dargestellt (das Geständnis ist die Erlösung ist das Verhör ist die Entfaltung der Wahrheit anhand des geschundenen Körpers am Höhepunkt), aber nicht nachhaltig genug für modernen Katholizismuskitzel.
5/12/2016
Horns, Alexandre Aja
Hier. Joe Hill hat den Roman geschrieben und der ist bestimmt so fluffig dass die Filmversion sich quasi aufgenötigt hat. Der Hauptdarsteller hat sich schon vorher von einer der größten Gelddruckmaschinen des Filmmarktes freigeschwommen. Beste Vorraussetzungen - und eine sehr sympathische Durchführung. Die wenigen Splatter-Elemente passen gut - schließlich geht's um den Leibhaftigen selbst. Oder nicht? Man kann über Masken nachdenken, Rollen und Motive, und wie nützlich diese Vorrichtungen an der Stirn doch sind. Hörner sind wichtig, man kann sie aufgesetzt bekommen, man kann das sogenannte Menschenleben ein wenig tierhafter gestalten und das dann schlecht finden.
5/08/2016
Interstellar, Christopher Nolan
Hier. Hinterm Schrank der gebündelte Horizont. Man kann ja die Materie nicht anders verfilmen als mit einer starken und sicheren Verankerung in einem Protagonisten, der alles mit dem Zuschauer erlebt und das Erfahrene koppelt. Das klappt auch ziemlich gut - so wird Relativität dramatisch, vor allem weil die guten menschlichen Tugenden (Gesichts- und Rumpfakrobatik) von McC. blendend bedient werden. Schön ist dass die Zeitbrechung irgendwann die eigene Filmzeit beeinflusst, und sich somit das Werk selbst sich als Gefüge um sich selbst krümmt. Von den Motiven her freilich episch: dust bowl diorama, the plains (and planes), und am Ende eine Flagge über dem Camp an der fernen Grenze. Seufz.
5/01/2016
Life Itself, Steve James
Hier. Auf vielerlei Ebenen enervierend. Ist das Film? Gehen wir so mit Film um? Ist das ein Film über Film? Welches Bild wird von Herrn Ebert hier gezeichnet und was erfährt man über sein Arbeitsmaterial? So ein Film wäre noch vor zwanzig Jahren nicht möglich gewesen. Was ist da geschehen? Wie nah sind Filme im täglichen Miteinander, was ist das für ein mysteriöser Klebstoff, den Hollywood Woche für Woche ausstösst?
Godzilla, Gareth Edwards
Hier. Na gut. Godzilla. Die dumpfeste aller Filmkulturfiguren: Japan bekam die Bomben und "verarbeitete" das dann kollektiv durch die stampfende Monsterechse. Exorzismus. Figuren von Interesse. Mittlerweile strahlen alle und die Weltbürger kennen Stampfi als Garant für Spektakel. Also muss der größte Markt bedient werden. Das wird er dann auch - mit einer vollkommen vorhersehbaren Geschichte, die immerhin ein paar schöne Lichteffekte bereithält und Onkel G als Guten zelebriert. Ein wenig mehr ökologische Einsichten wären aber nicht schlecht. Vielleicht nächstes Mal. Haha. Ha.
4/24/2016
The Cabin in the Woods, Joss Whedon, Drew Goddard
Hier, nochmal. Das ist ein Feierfilm, der Filmfeiern feiert indem er sie abfilmt. Am Ende alte NIN: "This isn't meant to last, this is for right now" - ja, verdammt! Routinemässig müssen Opfer gebracht werden, nur das Ritual lässt die Strukturen fortbestehen. Das Singuläre schafft das große Ganze. Herrlich.
3/31/2016
Hanna, Joe Wright
Hier. Ein Aktionsgewaltagentenfilm, der seltsamen Humor beweist. Die Heldin, eine Art Brechstangen-Elfe, lernt eine detailliert diagnostizierte sogenannte Durchschnittsfamilie kennen (die sie eben selbst hatte). Die allgegenwärtige Gewalt erhält dadurch eine seltsame Klangfarbe. Auch durch die im Genre unüblichen Drehorte (Europa... Berlin?!) wird dieses kurzweilige Werk ein wenig einmaliger.
3/27/2016
Der Hobbit: The Desolation of Smaug, Peter Jackson
Schon das dritte Mal dieser? Er passte so schön hinter den ersten. Fließend geht es weiter und die langatmige Enge der Zwergenparty im ersten Teil wird durch den einfachen Rhythmus der "random encounters" ersetzt - vor allem mit der notorischen Rafting-Einlage. Aber bunt ist es. Schön bewegt und nach vorne geht es. Drin ist, was drauf steht. Was will die Welt mit einer kammerstückigen Inszenierung dieses kleinen Buches? Dann lieber soviel Geld draufschmeissen bis es kreischt und tönt.
The Hobbit: An Unexpected Journey, Peter Jackson
Noch einmal dieser. Was will man eigentlich? Ein Nachschlag schmeckt auch gut, aber man weiss ja was man bekommt. Freilich ist das aufgeblasen und zuviel und das Gegenteil des Pioniergeistes der ersten eskapistischen Mär, die eine milliardenschwere Ästhetik verursacht hat bzw. Teil einer solchen ist. Und jeder Nachschlag verursacht Sodbrennen. Das weiss man aber, auch mit der Gabel in der Hand. Sei's drum.
The Lego Movie, Phil Lord, Christopher Miller
Hier, noch einmal. Ein supergutes und enorm schnelles Vehikel. Die Scholaren dürfen die Bleistifte spitzen und über Materialität, Konstruktion, Nachbau(ten) und Originalität nachdenken.
He Never Died, Jason Krawczyk
Hier. Der Held spielt sich selber, und von ganz weit weg trappeln die Jungs von Supernatural mit den Hufen. Preiswert gefilmt ist dieser Film, aber die kargen Dialoge sind erstklassig noirisch.
All About Eve, Joseph L. Mankiewicz
Hier. Immer diese Erwachsenen. Kein einziges Kind bevölkert das zweitälteste Gewerbe der Welt, die Unterhaltungsbranche. Dafür gibt's Missgunst und Neid und strahlende Sterne, die auch noch einiges an Anziehungskraft aufwenden. Enttäuschtes Vertrauen ist immer eine Schau.
3/20/2016
Full Metal Jacket, Stanley Kubrick
Hier. Man erinnert sich noch an die Vokabel "Antikriegsfilm" in Programmzeitschriften. Damals fragte man sich, was denn dann ein Kriegsfilm sei. Ist das hier nun "Anti-" oder nicht? Es gibt keinen John Wayne. Es gibt natürlich keine Versöhnung und keine Helden und wenig Epik im Sinne von Bombast - da kann Apocalypse Now freilich mehr und da ist Herr Kubrick freilich viel zu nüchtern für.
In Erinnerung bleibt die Zerstückelung. Der Film spielt in der Ausbildung, die mit zwei Tötungen besiegelt wird, und in der tropischen Fremde, wo man pragmatisch mit dem Töten und den Getöteten und den zu Tötenden umgeht. Dadurch liegt der Film quer im Magen - er hat zwei Höhepunkte, zwei Standpunkte, und einen davon in der Mitte.
Der Titel gibt das Wortspiel vor. Die Geschosse sind hermetisch abgeriegelt, makellose und erbarmungslose beschleunigte Masse. Aber genauso können Menschen in Metall gehüllt sein, sie ziehen sich die Uniform an und werden etwas anderes. Unbrechbar. Unerbittlich. Unorganisch. Und hier könnte das fanatische Humanisten-Pack nun in ethische Blitzgewitter hineinschwadronieren.
In Erinnerung bleibt die Zerstückelung. Der Film spielt in der Ausbildung, die mit zwei Tötungen besiegelt wird, und in der tropischen Fremde, wo man pragmatisch mit dem Töten und den Getöteten und den zu Tötenden umgeht. Dadurch liegt der Film quer im Magen - er hat zwei Höhepunkte, zwei Standpunkte, und einen davon in der Mitte.
Der Titel gibt das Wortspiel vor. Die Geschosse sind hermetisch abgeriegelt, makellose und erbarmungslose beschleunigte Masse. Aber genauso können Menschen in Metall gehüllt sein, sie ziehen sich die Uniform an und werden etwas anderes. Unbrechbar. Unerbittlich. Unorganisch. Und hier könnte das fanatische Humanisten-Pack nun in ethische Blitzgewitter hineinschwadronieren.
3/06/2016
300: Rise of an Empire, Noam Murro
Hier. Unter der Kategorie "Sandalenfilm" versteht man ja auch eine Abwertung. Da ist das Ideal der sogenannte "Monumentalfilm", und hier dann der Abklatsch. Das ist nicht mehr tragbar. 300 2 (301? 302?) ist ein okayes Sequel wo es eben eine Frau mehr gibt und Schiffe und Holz und so. Eva Green ist sehr sympathisch. In einem Comicheft mitzuspielen scheint ihr Spass zu machen.
2/28/2016
Run All Night, Jaume Collet-Serra
Hier. Souveräne Schuld- und Sühne- und Kollateralschaden- und Kausalitätsgeschichte mit imposanten Kamerafahrten. Wieder machen die Männer unter sich aus, wer denn nun die Genetik und die Genealogie der Rache kontrolliert. Am Ende mit Flinte im Wald - sehr schön.
2/19/2016
Red Dawn, Dan Bradley
Hier. Ist eben drin was drauf steht. Schon das Original knirschte ein bisschen; vielleicht sind Kinofilme ja Verdauungshilfen für das was in den anderen sogenannten Informationsmedien auftaucht. Und was dort besonders tumb als Bösewichtidentifikation passiert ist dann Grundlage dieses Laxativs. Die Geschichte wird folgerichtig erzählt. Krieg halt. Reges Interesse ob eines Vergleiches mit dem Original aus den 1980ern gibt es aber nicht.
2/07/2016
Automata, Gabe Ibáñez
Hier. Die Referenzen des Genres bleiben unangetastet. Die Roboter sind fein animiert. Bekannte Konzepte die Kindchen-Schema und Gesichtlichkeit können durchdekliniert werden. Die Farbgestaltung bleibt zwischen beige und grau und schafft leider keine noirige Atmosphähre. Demnächst vielleicht Chappie schauen - als Referenz. Als Entschuldigung?
2/01/2016
Guardians of the Galaxy, James Gunn
Maleficent, Robert Stromberg
Hier. Überlegte Märchen-RetCon-Prequel-Reboot-Trallala. Hauptdarstellerin erstrahlt mit jovialer Kapitalmacht (Amputation, "Stärke", und physiognomische Zulänglichkeiten) und CGI erledigt die nötigen Schaulustverpflichtungen.
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