3/30/2015
Green Lantern, Martin Campbell
Hier. Warum nochmal? Weil der Film so sehr verachtet wird. Immer wenn über Comic-Verfilmungen schwadroniert wird, soll das hier als schlechtes Beispiel herhalten. Und es stimmt: die Geschichte macht wenig Spass, die Effekte sind OK, aber die Akte selber sind unausgewogen und holprig. Logik ist auch eher stückig. Wird GL zu recht verachtet? Nur weil irgendein Produkt diese Rolle übernehmen muss. Und die Laterne ist immer nur zweite Reihe. Im Zuge der Justice-League-Formierung wird das hier weggewischt und ein schwarzer Schauspieler wird das übernehmen, wie schon in den Comics zeitweise geschehen. Mal sehen.
Michael Kohlhaas, Arnaud des Pallières
Hier. Episch und lang und still und ernst, oh so ernst. Eine der besten Rachegeschichten der Weltliteratur wird eben nicht tarantinoesk sondern klassisch inszeniert. Und alles hängt an Mads - schreitet und reitet und weitet und (ver-)breitet den Schrecken.
Video Games: The Movie, Jeremy Snead
Hier. Etwas wirklich Neues erzählt der fast schon liebevolle Film nicht. Die Möglichkeiten von Kunst und Spielen wird nur zum Schluss erwähnt und Interviews mit eigentlich sehr wichtigen Machern fehlen.
Jack the Giant Slayer, Bryan Singer
Hier. Fiese Riesen. Es wurde erwartet, dass der Titelheld sich mit einem von denen anfreundet. Give peace a chance. Ist aber nicht so! Es gibt nur die totale Vernichtung und die klare, physiognomieabhängige Front.
Für das Budget sind die Effekte ordentlich. Kaputtmachen geht gut: das olle Schloss fliegt wunderbar auseinander.
Für das Budget sind die Effekte ordentlich. Kaputtmachen geht gut: das olle Schloss fliegt wunderbar auseinander.
3/17/2015
Anchorman: The Legend of Ron Burgundy, Adam McKay
Hier. Das hat so lange gedauert bis das Ding geschaut wurde weil dem Hauptdarsteller nicht getraut wurde. Zu oft war er nur albern. Das war ein Fehler. Anchorman macht großen Spass. Und selbstverständlich trifft es sich hervorragend, dass der Konsument schon sehr viele Folgen Mary Tyler Moore gesehen hat. Gemütlich. Und laut. Und Schnurrbart.
Money's On The Dresser, Christopher Daniels
Hier. Die Erinnerungen eines sex workers der vermutlich nicht mehr in vorderster Front in der Branche arbeiten muss und kann. Teilweise lustig, meistens ein wenig ekelig, aber eigentlich wenig pornographisch im eigentlichen Sinne. Ein Interview wäre vielleicht aufschlussreicher, da der O-Ton oft ein wenig ungelenk daherkommt. Am Ende vergeht die Sehnsucht nach Las Vegas ein wenig. Aber das tut sie ja ständig wenn man sich die Wirtschaft in Theorie und Praxis so betrachtet.
Der jüdische Patient, Oliver Polak
Hier. Man will ihn mögen, weil er doch einen wichtigen Beruf hat und hier ganz ehrlich ist. Aber man kann es nicht so wirklich. Vielleicht ist das das beste an diesem kleinen Text - am Ende steht ein Mensch und kein Held. Einer, dem man nicht im Autokorso zujubeln will. Vielleicht einer, dem man nach zehn Minuten witzig-und-klug-sein auf einer Bühne aus Dank beklatscht. Aber deutscher Louis C.K.? Echt? Ach nee...
Brave, Mark Andrews, Brenda Chapman
Hier. Diese Haare. Diese tuffig-fluffigen Haare. Die Geschichte ist zumindest innovativ weil wenig vorhersehbar. Die Märchenelemente wirbeln gehörig durcheinander. Tut ihm gut, dem Ding. Aber die Haare. Die Haare. Die Blätter, die Augen. Die Haare.
3/16/2015
Kingsman, Matthew Vaughn
Hier. Die Verrohung der Jugend schreitet voran und mit diesem wirklich bunten und eben auch wirklich brutalen Aktionsfilm macht sie einen Sprung nach vorn. Eine klassische Geschichte, die sich fast schon von allein erzählt, wird knackig aber britisch bebildert. Gelungen. Doch. Will nicht viel, kann das aber.
3/14/2015
28 Weeks Later, Juan Carlos Fresnadillo
Hier. Fast schon ein Klassiker: das unsterbliche Thema kann auch gut dargereicht werden, ohne Rücksicht auf Effektzwang. Oft geht der Blick von oben hinab, oft schaut man hinab in die Schluchten. Die zeitweise Rettung erfolgt dementsprechend auch nach oben weg, heraus aus dem Labyrinth. Folgerichtig sind die beklemmendsten Situationen in einem Tunnel, einer dunklen Halle, in der Enge. Wunderbar.
3/11/2015
Our Idiot Brother, Jesse Peretz
Hier. Das war nicht so toll. Eine schreiende derbe Komödie war das nicht, eher eine amüsante Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten. Menschen der Gegenwart werden dargestellt. Immerhin. Und der Hund ist super - der Hund hat Charme und verdient einen eigenen Film. Wuff.
3/08/2015
Finsterworld, Frauke Finsterwalder
Hier. Sperrig und schroff und eigentlich ganz simpel nach dem Magnolia-Prinzip eine Verkettung von Schicksalen deren Überschneidungen angedeutet und vollzogen werden. Dann eher wenig. Sommer ist hier, und viel, gar nicht so finster - angenehm nicht-moralisierend geht es hier zu Gange, auch wenn die Figuren ein wenig schablonenhaft wirken. Ensemble-Dingens eben.
3/04/2015
Get the Gringo, Adrian Grunberg
Hier. Mel lässt sich schinden. Moralisch fragwürdig aber schön eindeutig wird die Fleischwirtschaft, die einzige die zählt, gefeiert. Sowohl inhaltlich als auch formell.
König Elch, Ströva, Ulf Stark
Hier. Passt ins Regal. Schwedische Möbel werden mit Eigenproduktionen gefüllt. Hier kommt der Elch, der an seinem Platz im Leben zweifelt und ihn schließlich findet. Gescheiter als gedacht, das Ding.
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