Ein Hoch auf die Stofflichkeit. Das Wasser der Seine fliesst besser als echtes Wasser. Das Küchenkupfer kupfert wunderbar. Das glaubt man gern doch es selbst zu sehen ist durchaus angenehm. Die perfekte Oberfläche hinter der sich nichts verbirgt.
Etwas verstörend: die Augsburger Puppenkiste ist allgegenwärtig. Ob Pixar das weiss? Jedenfalls wirken die menschlichen Figuren im Film wie aus Holz geschnitzt und in Kleider gesteckt, eben aufgrund besagter Stofflichkeit. Inhaltlich wird das auch aufgegriffen bei der Steuerung des Küchenjungen durch die Manipulation seines Skalps durch die Ratte. Ob das bei Robots auch so war? Kybernetik, Steuerung, Maschinenwerk?
Reinheit und Kontamination. Beim Vergleich mit Nemo kommt die Rattensause schlechter weg, denn unter Wasser ist es gemütlicher. Da ist man stets gewaschen und rein und in der Stadt ist Ungeziefer am Ruder. Paris ist Frankreichs zentrale Menschengeschwulst. Weitab von den Produktionsstätten der Zutaten bietet famose Kochkunst hier eine kurze Flucht in die Sinnlichkeit. Das Gericht als sauberes Mikroversum, eine flüchtige Inkarnation der Idee von Harmonie und Proportion. Mein Tellerrand so sauber wie mein Seelenrand es sich wünscht zu sein.
Mit Steamboat Willie hat das wenig zu tun. Musik und rhythmische Ordnung haben ihrer Stellenwert beim Unternehmen Unterhaltung im Animationsfilm verloren. Lieder sind old school. Keiner singt hier, auch kein Stinktier.
10/25/2007
10/22/2007
Rule of the Bone, Russell Banks
Affliction war so gut. Ein grimmiges Buch in der amerikanischen Arbeiterödnis, zu vergleichen mit nichts geringerem als Springsteens Album Nebraska. Schneematsch auf der Motorhaube, trüber Horizont, gestohlene 9 mm vielleicht im Handschuhfach, zusammengehalten von grauem Klebeband. White Trash ohne Ha-Ha.
Das vorliegende Werk, auch schon wieder ein Jahrzehnt alt, ist der Adoleszenz-Roman von Mr. Banks. Einige Kapitel sind vorab schon als Prosa veröffentlicht worden. Beim Lesen bleibt das Gefühl des Fragmentarischen, so als hätte sich der Autor nie ein Bild vom Ganzen gemacht. Die Odysseen des jungen Chappie aka Bone reihen sich wie Perlen aneinander und wie immer ist das Motiv der Reise verknüpft mit Lebenslektionen. Reisepartner kommen und gehen; manche retten, manche reissen den driftenden Erzähler in etwas rein. Wer kommt mit aufs Floss und wo geht es überhaupt hin und wo gibt es was zu rauchen? Diese Anordnung mag zunächst kurzatmig und allzu simpel sein, doch es trifft das Herz des Genres doch trotzdem: eine Vernarbung folgt der anderen und der junge Geist kann nichts anderes als weiteratmen bzw. –rennen.
Inhaltlich gesehen sind Ortswechsel und Bewegung ständige Pflicht beim Semi-Obdachlosen Bone. Der Stiefvater ein Triebtäter, die Mutter eine dämliche Kuh voller Angst, der beste Kumpel dumm wie Brot, der Chef der örtlichen Biker-Gang aufgepumpt und klotz-psychotisch und so weiter. Der Knochen-Junge gibt sich selbst einen neuen Namen, er will mit einem preiswerten Tattoo seine Herkunft wegtaufen.
Bone ist nicht so gut wie Affliction. Hier ist der Knochen in der Mitte und hält alles zusammen, konzentrische Kreise der Qual scharen sich um ihn herum. Bei Affliction wurde eine Verschachtelung des Unglücks und der Armut erreicht. Banks ist aber trotzdem super. Statt epischer Wucht liefert er rasend schnelle Unterhaltung ab. Jede Frisur ein Abenteuer und am Ende wird viel gestorben.
Das vorliegende Werk, auch schon wieder ein Jahrzehnt alt, ist der Adoleszenz-Roman von Mr. Banks. Einige Kapitel sind vorab schon als Prosa veröffentlicht worden. Beim Lesen bleibt das Gefühl des Fragmentarischen, so als hätte sich der Autor nie ein Bild vom Ganzen gemacht. Die Odysseen des jungen Chappie aka Bone reihen sich wie Perlen aneinander und wie immer ist das Motiv der Reise verknüpft mit Lebenslektionen. Reisepartner kommen und gehen; manche retten, manche reissen den driftenden Erzähler in etwas rein. Wer kommt mit aufs Floss und wo geht es überhaupt hin und wo gibt es was zu rauchen? Diese Anordnung mag zunächst kurzatmig und allzu simpel sein, doch es trifft das Herz des Genres doch trotzdem: eine Vernarbung folgt der anderen und der junge Geist kann nichts anderes als weiteratmen bzw. –rennen.
Inhaltlich gesehen sind Ortswechsel und Bewegung ständige Pflicht beim Semi-Obdachlosen Bone. Der Stiefvater ein Triebtäter, die Mutter eine dämliche Kuh voller Angst, der beste Kumpel dumm wie Brot, der Chef der örtlichen Biker-Gang aufgepumpt und klotz-psychotisch und so weiter. Der Knochen-Junge gibt sich selbst einen neuen Namen, er will mit einem preiswerten Tattoo seine Herkunft wegtaufen.
Bone ist nicht so gut wie Affliction. Hier ist der Knochen in der Mitte und hält alles zusammen, konzentrische Kreise der Qual scharen sich um ihn herum. Bei Affliction wurde eine Verschachtelung des Unglücks und der Armut erreicht. Banks ist aber trotzdem super. Statt epischer Wucht liefert er rasend schnelle Unterhaltung ab. Jede Frisur ein Abenteuer und am Ende wird viel gestorben.
Letters from Iwo Jima, Clint Eastwood
Gleich nach dem Zweitkonsum von Flags of our Father also Letters from Iwo Jima. Die Geschichte wird hier weitaus direkter erzählt – Kern der Handlung ist diese furchtbare Schwefelinsel, nicht auch noch ihre Rolle in der heimatlichen Öffentlichkeit.
Die japanischen Charaktere kommen nie hölzern daher, doch wirken sie ein wenig überzeichnet. Wenn die Herren wirklich so waren, dann ist die Realität mal wieder besser als die Fiktion. Mal ehrlich: ein Pferd im Stellungskrieg? Das ist grotesker als ein Hund im Büro.
Historisch gesehen ist die erbärmliche Ausstattung der Verteidiger höchst niederschmetternd. Durchfall und Munitionsmangel lassen Verzweiflung regieren – die Modernisierung des Krieges kam in Japan offenbar nur schwerlich voran. Feudale Strukturen bestimmen und besiegeln Schicksale. So könnte man auch das unsägliche Pferd erklären. Tote Tiere sind überhaupt allerhand: man bedenke noch den freundlichen Hund, den der Ex-Militärpolizist erschiessen musste. Tiere tragen keine Uniformen, sie sind blankes Leben und nie Vertreter von Ideologien und Machtstrukturen. Vielleicht ist deshalb ihre Rolle so seltsam in modernen Kriegs- und Friedenszeiten. Bedeutet zivilisatorischer Fortschritt auch das Ende der Abhängigkeit und der Huldigung des Tieres im menschlichen Leben?
Nochmal zurück zum Film. Die Kämpfenden begegnen sich nicht. Wer das Mündungsfeuer sieht, hat keine Zeit für Konversation. Das kurze Auftauchen des amerikanischen Kriegsgefangenen ist darum umso bedeutsamer – in der vorliegenden DVD-Version spricht selbiger auch unsynchronisiert Englisch. Er ist der Fremde.
Interessant wäre es zu erfahren, ob und wie der Film in Japan selbst aufgenommen wurde. Es ist nicht schwer, nach den beiden Filmen am Singular der Geschichte zu zweifeln – jede Nation hat ihre, jede/r Betroffene hat seine/ihre. In Flags of our Fathers wird sie noch einmal dupliziert und zum hyperrealen Massenspektakel. In Iwo Jima sind es die verlorenen Briefe der verlorenen Briefschreiber die die unbarmherzige Zersplitterung der einen Geschichte zeigen. Welcher Staatsakt könnte sich mit jeder einzelnen dieser Stimmen befassen? Der Aspekt der Pluralität destabilisiert somit die gewünschte Homogenität des Staatsgebäudes. Was sagen Kaiser hierzu?
Die japanischen Charaktere kommen nie hölzern daher, doch wirken sie ein wenig überzeichnet. Wenn die Herren wirklich so waren, dann ist die Realität mal wieder besser als die Fiktion. Mal ehrlich: ein Pferd im Stellungskrieg? Das ist grotesker als ein Hund im Büro.
Historisch gesehen ist die erbärmliche Ausstattung der Verteidiger höchst niederschmetternd. Durchfall und Munitionsmangel lassen Verzweiflung regieren – die Modernisierung des Krieges kam in Japan offenbar nur schwerlich voran. Feudale Strukturen bestimmen und besiegeln Schicksale. So könnte man auch das unsägliche Pferd erklären. Tote Tiere sind überhaupt allerhand: man bedenke noch den freundlichen Hund, den der Ex-Militärpolizist erschiessen musste. Tiere tragen keine Uniformen, sie sind blankes Leben und nie Vertreter von Ideologien und Machtstrukturen. Vielleicht ist deshalb ihre Rolle so seltsam in modernen Kriegs- und Friedenszeiten. Bedeutet zivilisatorischer Fortschritt auch das Ende der Abhängigkeit und der Huldigung des Tieres im menschlichen Leben?
Nochmal zurück zum Film. Die Kämpfenden begegnen sich nicht. Wer das Mündungsfeuer sieht, hat keine Zeit für Konversation. Das kurze Auftauchen des amerikanischen Kriegsgefangenen ist darum umso bedeutsamer – in der vorliegenden DVD-Version spricht selbiger auch unsynchronisiert Englisch. Er ist der Fremde.
Interessant wäre es zu erfahren, ob und wie der Film in Japan selbst aufgenommen wurde. Es ist nicht schwer, nach den beiden Filmen am Singular der Geschichte zu zweifeln – jede Nation hat ihre, jede/r Betroffene hat seine/ihre. In Flags of our Fathers wird sie noch einmal dupliziert und zum hyperrealen Massenspektakel. In Iwo Jima sind es die verlorenen Briefe der verlorenen Briefschreiber die die unbarmherzige Zersplitterung der einen Geschichte zeigen. Welcher Staatsakt könnte sich mit jeder einzelnen dieser Stimmen befassen? Der Aspekt der Pluralität destabilisiert somit die gewünschte Homogenität des Staatsgebäudes. Was sagen Kaiser hierzu?
Flags of our Fathers, Clint Eastwood
Jaja, man hats gesehen. Der Krieg, ein Sieg und seine Zeugen. Eastwoods Film über den Krieg im Pazifik kann artig als künstlerischer Kommentar zu embedded journalists und Propaganda im Allgemeinen gesehen werden. Das ist aber nicht alles. Desillusioniert kann man sagen, dass dies eine allzu romantische Schilderung der Unreinheit des modernen Krieges ist. Wer mit dem Hinterfragen auch nach einem solchen Werk aufhört, den hat die Propaganda eben doch gekriegt – nur eben eine andere als die im Film dargestellte.
Bei diesem Zweitkonsum fiel auf, dass die Geschichte hinter der Geschichte, die Eastwood zur Schilderung letzterer benutzt, eigentlich sehr einfach ist. Im Kino lag das Werk zunächst quer im Magen, da mit der Kontinuität gespielt wurde: Rückblende, Erinnerung, flashback. Die Erkennbarkeit der Einfachheit einer Geschichte ist aber durchaus nützlich und hier auch vollkommen angebracht.
Der grosse Vorteil dieses Filmes gegenüber Apocalypse Now, Full Metal Jacket u. ä. ist die Sanftheit der Erzählung. Freilich gibt’s Gewaltdarstellungen und heutzutage wäre deren Unterlassung auch fragwürdig. Aber das Hinterfragen geht weiter. Grandiose Bildpoesie stösst sanft an statt aufzurütteln. Der Vater stirbt und zum Schluss gehen die Jungs schwimmen. Die Zeit löst sich auf und die Vergangenheit bleibt als unverdaulicher Klumpen bestehen.
Die Flagge der Väter war mit einer anderen Art Mühsal verbunden als die Flagge der Söhne und Töchter – ein einfaches Stück Tuch war sie wohl nie. Clint ist gut.
Bei diesem Zweitkonsum fiel auf, dass die Geschichte hinter der Geschichte, die Eastwood zur Schilderung letzterer benutzt, eigentlich sehr einfach ist. Im Kino lag das Werk zunächst quer im Magen, da mit der Kontinuität gespielt wurde: Rückblende, Erinnerung, flashback. Die Erkennbarkeit der Einfachheit einer Geschichte ist aber durchaus nützlich und hier auch vollkommen angebracht.
Der grosse Vorteil dieses Filmes gegenüber Apocalypse Now, Full Metal Jacket u. ä. ist die Sanftheit der Erzählung. Freilich gibt’s Gewaltdarstellungen und heutzutage wäre deren Unterlassung auch fragwürdig. Aber das Hinterfragen geht weiter. Grandiose Bildpoesie stösst sanft an statt aufzurütteln. Der Vater stirbt und zum Schluss gehen die Jungs schwimmen. Die Zeit löst sich auf und die Vergangenheit bleibt als unverdaulicher Klumpen bestehen.
Die Flagge der Väter war mit einer anderen Art Mühsal verbunden als die Flagge der Söhne und Töchter – ein einfaches Stück Tuch war sie wohl nie. Clint ist gut.
10/19/2007
I Am Legend, Richard Matheson
Aufgrund der geringen Textlänge wurde eine kurze Salve Splatter erwartet, doch weit gefehlt. Ganz weit gefehlt sogar – I Am Legend ist eines dieser Bücher, dass die derzeitige Erzählmode als antiquiert und wenig innovativ entlarvt. Es erschien in den 1950ern und enthält doch alles, was folgende Vampirgenerationen zwischen Blade und Buffy so rigoros melken und variieren. Charlie Huston hätte ohne Richard Matheson wahrscheinlich auch nicht den Noir-Pulp-Vampirismus schustern können.
Die Metaphorik ist genauso brutal wie der reine Inhalt. Eine Seuche ist in den 70ern über die Welt gekommen: Robert ist der letzte Mensch und nachts scharren die vampifizierten Nachbarn an seinem Haus. Tagsüber schlafen sie und er hastet mit geschnitzten Pflöcken von Haus zu Haus und in die leere Stadt hinein. Erst läuft ihm ein Hund zu, dann eine Frau.
Dieses Werk ist ein gemeinsamer Vorfahr von Zombies und Vampiren in der Unterhaltungsliteratur, sollte man denn dem Genre eine zweidimensionale Genealogie unterstellen wollen. Mit Erstaunen folgt man Robert durch seine wissenschaftlichen Analysen des Vampirbazillus. Fachbücher und Mikroskope werden genutzt, um die dunkle neue Welt zu verstehen. Eine alternative Geschichtsschreibung (war die Pest des Mittelalters nicht vielleicht doch ein Virus des grossen V?) vernichtet die einst heile Vergangenheit.
Das ganze wurde laut Klappentext einst mit Charlton Heston verfilmt, der für Orson ja einst den Mexikaner machte, den Herrn in der Wüste sah und den Planet der Affen bereiste. Gerüchten zufolge ist eine Neuauflage mit Will Smith in Bearbeitung. Das klingt erstmal ziemlich vielversprechend, da I, Robot ein wirklich guter Film war. Der Aspekt der Hautfarbe erhält dadurch, wenn man denn will, noch mehr Gewicht. Vampire sind ja immer so blass.
Freilich ist das alles Unfug – doch niemand kann den Nutzen und den Fluch von Gucklöchern leugnen, die man in sorgsam geschmiedete Türen eingefügt. Cocooning ist ein Produkt des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Heim ist die Burg und das Gefängnis und auch die Folterkammer. Musik kommt von Platte und das Steak aus dem Gefrierfach. Und vielleicht fühlt es sich gut an dem schlurfenden Nachbarn, der eh immer nervte, endlich mal einen 9-Zoll-Pflock in den Leib zu rammen.
Horror beginnt immer mit „I“ und Matheson hat das meisterlich verstanden.
Die Metaphorik ist genauso brutal wie der reine Inhalt. Eine Seuche ist in den 70ern über die Welt gekommen: Robert ist der letzte Mensch und nachts scharren die vampifizierten Nachbarn an seinem Haus. Tagsüber schlafen sie und er hastet mit geschnitzten Pflöcken von Haus zu Haus und in die leere Stadt hinein. Erst läuft ihm ein Hund zu, dann eine Frau.
Dieses Werk ist ein gemeinsamer Vorfahr von Zombies und Vampiren in der Unterhaltungsliteratur, sollte man denn dem Genre eine zweidimensionale Genealogie unterstellen wollen. Mit Erstaunen folgt man Robert durch seine wissenschaftlichen Analysen des Vampirbazillus. Fachbücher und Mikroskope werden genutzt, um die dunkle neue Welt zu verstehen. Eine alternative Geschichtsschreibung (war die Pest des Mittelalters nicht vielleicht doch ein Virus des grossen V?) vernichtet die einst heile Vergangenheit.
Das ganze wurde laut Klappentext einst mit Charlton Heston verfilmt, der für Orson ja einst den Mexikaner machte, den Herrn in der Wüste sah und den Planet der Affen bereiste. Gerüchten zufolge ist eine Neuauflage mit Will Smith in Bearbeitung. Das klingt erstmal ziemlich vielversprechend, da I, Robot ein wirklich guter Film war. Der Aspekt der Hautfarbe erhält dadurch, wenn man denn will, noch mehr Gewicht. Vampire sind ja immer so blass.
Freilich ist das alles Unfug – doch niemand kann den Nutzen und den Fluch von Gucklöchern leugnen, die man in sorgsam geschmiedete Türen eingefügt. Cocooning ist ein Produkt des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Heim ist die Burg und das Gefängnis und auch die Folterkammer. Musik kommt von Platte und das Steak aus dem Gefrierfach. Und vielleicht fühlt es sich gut an dem schlurfenden Nachbarn, der eh immer nervte, endlich mal einen 9-Zoll-Pflock in den Leib zu rammen.
Horror beginnt immer mit „I“ und Matheson hat das meisterlich verstanden.
10/17/2007
Poppy Shakespeare, Clare Allan
N hat ein breites Kreuz. Sie ist verrückt und verbringt somit ihre Zeit in einer entsprechenden Institution, damit sie nicht sich selbst und andere gefährdet. Als Poppy ankommt, führt N sie herum - sie ermöglicht der Neuen den Einstieg ins Verrückt-Sein. Allerdings stellt Poppys blosse Anwesenheit den Alltagstrott in Frage denn sie hält sich seltsamerweise für geistig gesund. Und N? Ist sie N-ormal oder doch N-uts?
Der Wahnsinn umtost die Logik und sorgt für ein eindringliches Lektüre-Erlebnis. Clare Allan hat sich sowohl Catch 22 als auch das Kuckucksnest genau angeschaut. So ist es schon auf dem Buchdeckel vermerkt doch sie erweitert den Themenkreis in einigen Punkten. Der Humor ist entwaffnend und Ns Version der englischen Sprache lässt die Ohren erröten und klingeln. Die Charaktere in und ausserhalb der Klapse sind Schemen und Schelme doch niemals blosse Karikaturen. Ein grosser Plot-Haken zieht sich freilich auch durch die Geschichte und spätestens auf den letzten Seiten zweifelt der Leser an den Geisteszuständen von sich selbst oder den Protagonisten. Das gehört ja dazu.
Nur Wahnsinnige halten sich für gesund, hu?
Der Wahnsinn umtost die Logik und sorgt für ein eindringliches Lektüre-Erlebnis. Clare Allan hat sich sowohl Catch 22 als auch das Kuckucksnest genau angeschaut. So ist es schon auf dem Buchdeckel vermerkt doch sie erweitert den Themenkreis in einigen Punkten. Der Humor ist entwaffnend und Ns Version der englischen Sprache lässt die Ohren erröten und klingeln. Die Charaktere in und ausserhalb der Klapse sind Schemen und Schelme doch niemals blosse Karikaturen. Ein grosser Plot-Haken zieht sich freilich auch durch die Geschichte und spätestens auf den letzten Seiten zweifelt der Leser an den Geisteszuständen von sich selbst oder den Protagonisten. Das gehört ja dazu.
Nur Wahnsinnige halten sich für gesund, hu?
10/13/2007
Firewall, Richard Loncraine
Wir wolln den Indy sehn, wir wolln den Indy sehn, schalalalalala.
Wie, noch nicht? Ach so. Erstmal Firewall. Mr. Ford ist Yuppie-Dad bei der Bank und fiese Gangster vergeiseln seine Familie damit er ihnen Geld rüberhackt.
Die technifizierte Welt ist Gefahr, Chance und Schlachtfeld hierbei. Cell phone, iPod, xp und so weiter. Entspannenderweise wird der Film nie politisch, so wie vielleicht "Der Staatsfeind Nr. 1" mit Hackman und Smith es ansatzweise war. Ford ist halt vor allem Vati. Das Ende mit der Spitzhacke war dann aber doch ein wenig abrupt, wenn auch erfrischend analog in der Ausführung. Der WASP und seine issues.
Uh, der wiki dazu sagt:
The plot line is similar to a real life robbery (the Securitas depot robbery) that occurred in Southern England on 22 February 2006, twelve days after the movie's release in the USA. The raid was the biggest to date in the history of English crime as armed thieves abducted and threatened the manager (and his family) of a cash storage depot for the Bank of England in order to gain access to over £53 million (approximately US$92.6 million).
Jetzt aber bald die Kristallschädel, ja?
Wie, noch nicht? Ach so. Erstmal Firewall. Mr. Ford ist Yuppie-Dad bei der Bank und fiese Gangster vergeiseln seine Familie damit er ihnen Geld rüberhackt.
Die technifizierte Welt ist Gefahr, Chance und Schlachtfeld hierbei. Cell phone, iPod, xp und so weiter. Entspannenderweise wird der Film nie politisch, so wie vielleicht "Der Staatsfeind Nr. 1" mit Hackman und Smith es ansatzweise war. Ford ist halt vor allem Vati. Das Ende mit der Spitzhacke war dann aber doch ein wenig abrupt, wenn auch erfrischend analog in der Ausführung. Der WASP und seine issues.
Uh, der wiki dazu sagt:
The plot line is similar to a real life robbery (the Securitas depot robbery) that occurred in Southern England on 22 February 2006, twelve days after the movie's release in the USA. The raid was the biggest to date in the history of English crime as armed thieves abducted and threatened the manager (and his family) of a cash storage depot for the Bank of England in order to gain access to over £53 million (approximately US$92.6 million).
Jetzt aber bald die Kristallschädel, ja?
The Darkling, Leong Po-chih
Manche Filme sind gut im Kontext. Dieser hier ist für sich genommen ein furchtbares Machwerk - aber im Zusammenhang mit anderem Konsum durchaus nützlich. Denn durch so einen Schrott merkt man, wie verwöhnt man doch eigentlich ist. Eine erfrischende Spei-Kur.
Charmefrei und spannungsarm robbt sich die Geschichte nach vorne, umschifft Hürden wie Logik und Sinn und fährt die Karre schliesslich gegen die Wand. Splatter-Elemente hätten das alles wenigstens witzig gemacht. Doch nein, da sitzt nur ein embryonaler Chucky in einem Vogelkäfig und lumpt sich durch die Köpfe. Ja, Vogelkäfig. Eine Leitidee kann unter Umständen unterstellt werden: der ehrliche Arbeiter zerbricht zwischen dem Innen und dem Aussen der Familieneinheit denn er will eigentlich nur an Autos schrauben. Klare Sache.
Die Kunden bekommen, was sie verdienen, hu? Wie im wirklichen Leben.
Charmefrei und spannungsarm robbt sich die Geschichte nach vorne, umschifft Hürden wie Logik und Sinn und fährt die Karre schliesslich gegen die Wand. Splatter-Elemente hätten das alles wenigstens witzig gemacht. Doch nein, da sitzt nur ein embryonaler Chucky in einem Vogelkäfig und lumpt sich durch die Köpfe. Ja, Vogelkäfig. Eine Leitidee kann unter Umständen unterstellt werden: der ehrliche Arbeiter zerbricht zwischen dem Innen und dem Aussen der Familieneinheit denn er will eigentlich nur an Autos schrauben. Klare Sache.
Die Kunden bekommen, was sie verdienen, hu? Wie im wirklichen Leben.
10/12/2007
Captain America 2.0
Der Kapitän ist tot, es lebe der Kapitän.Ja freilich war es klar, dass der Über-Patriot nicht tot bleibt. Im Schlusskapitel der beachtlichen Civil War Storyline wurde der blonde Steve von Snipern erschossen und nun wurde die Ikone wiederbelebt.
Hier der Artikel bei Comic Book Resources und hier bei Marvel.
Das schwarze Spandex passt irgendwie nicht zu dem lackierten Torso. Aber man darf nicht vergessen, dass man sich auch an die Flügel an den Schläfen gewöhnt hat.
An Cap scheiden sich die Geister. "You think the 'A' on my head stands for France?" Jau, Cap, zeig's ihnen, den Feiglingen.
Es ist unklar, ob der neue Cap auch blond ist. Jedenfalls ist er nicht Steve. Revolutionär ist das da in der rechten Hand. Eine Waffe? EINE PISTOLE?!?! Das kann nicht richtig sein. Mal schaun, was passiert. Vielleicht ist das auch nur eine weitere verlegerische Finte.
In Rainbows, Radiohead
Welch ein neuartiger Vertrieb. Das ganze Album solls zum Download geben und man bezahlt keinen fixen Preis, sondern was man will. Hier geht das los. Da geht es aber tüchtig rund und teils geht der Server ziemlich unter.
Also wie kommt der Kram nun hier in den Graben? Erst mal nicht. Denn was nützen mp3s wenn man von Radiohead so fantastische Über-Verpackungen erwarten konnte? Ein Verweis auf die Bilderbuch-Edition von Amnesiac muss reichen. Radiohead bieten immer ein wenig MoMA-Feeling für den Karstadt-Kunden. Und wenn bei den ersten Durchläufen alles nach Hirnfrost klingt, helfen die Graphiken durchaus bei der Verdauung des Menues. Zum Glück soll das auf Materie fixierte Album auch noch erscheinen, dann allerdings auch nicht im normalen Rahmen: Bonus-DVD und Vinyl-Trallala liegen bei.
Kostet dann ja auch nur 40 £.
Diese Vorgehensweise können sich nur Giganten erlauben. Kleinere Acts müssen weiter bei myspace rumkrebsen und nur juveniler Enthusiasmus kann das Knarzen im dortigen Getriebe verzeihen. Niemand kann bestreiten, dass die Musikindustrie sich an Gegenwart und Zukunft anpassen muss. Aber ob Radiohead als Paradepferdchen in neue Marketing-Lösungen führen können ist zweifelhaft.
Also wie kommt der Kram nun hier in den Graben? Erst mal nicht. Denn was nützen mp3s wenn man von Radiohead so fantastische Über-Verpackungen erwarten konnte? Ein Verweis auf die Bilderbuch-Edition von Amnesiac muss reichen. Radiohead bieten immer ein wenig MoMA-Feeling für den Karstadt-Kunden. Und wenn bei den ersten Durchläufen alles nach Hirnfrost klingt, helfen die Graphiken durchaus bei der Verdauung des Menues. Zum Glück soll das auf Materie fixierte Album auch noch erscheinen, dann allerdings auch nicht im normalen Rahmen: Bonus-DVD und Vinyl-Trallala liegen bei.
Kostet dann ja auch nur 40 £.
Diese Vorgehensweise können sich nur Giganten erlauben. Kleinere Acts müssen weiter bei myspace rumkrebsen und nur juveniler Enthusiasmus kann das Knarzen im dortigen Getriebe verzeihen. Niemand kann bestreiten, dass die Musikindustrie sich an Gegenwart und Zukunft anpassen muss. Aber ob Radiohead als Paradepferdchen in neue Marketing-Lösungen führen können ist zweifelhaft.
10/09/2007
Red Harvest, Dashiell Hammett
Oi, welch body count. Wahrlich eine rote Ernte, denn am Leben bleiben die wenigsten.
Anders als Chandlers Big Sleep geht es hier nicht in L.A. zur Sache, sondern in der depressionsgeschüttelten Provinz - Personville, aka Poisonville. Der Tonfall von Hammett ist erwartungsgemäss gelenkig, salopp und kantig. Doch anders als genannter Kollege geht es hier viel mehr um die Dialoge der Charaktere. Wo Chandler ab und an eine wahrlich existentialistische Wahrheit aufblitzen lässt, ist Hammett viel näher am Plot und lässt keine innere Reflektion zu. Somit kommt der wahre Horror erst in der Retrospektive des Lesers, also beim Tippen dieser Zeilen.
Alles ist getränkt in Schmutz, jeder ist sich selbst der nächste, und alle haben genug Gründe für Mord und Totschlag. Das ewige Gerede perlt dahin und der namenlose Protagonist-Ermittler kann freilich auch am Ende nicht das Böse so ausmerzen, wie es der Leser wohl gern hätte. Die Gangster werden zu Cops und die Klienten zu Tätern.
Nichts wird gut.
Anders als Chandlers Big Sleep geht es hier nicht in L.A. zur Sache, sondern in der depressionsgeschüttelten Provinz - Personville, aka Poisonville. Der Tonfall von Hammett ist erwartungsgemäss gelenkig, salopp und kantig. Doch anders als genannter Kollege geht es hier viel mehr um die Dialoge der Charaktere. Wo Chandler ab und an eine wahrlich existentialistische Wahrheit aufblitzen lässt, ist Hammett viel näher am Plot und lässt keine innere Reflektion zu. Somit kommt der wahre Horror erst in der Retrospektive des Lesers, also beim Tippen dieser Zeilen.
Alles ist getränkt in Schmutz, jeder ist sich selbst der nächste, und alle haben genug Gründe für Mord und Totschlag. Das ewige Gerede perlt dahin und der namenlose Protagonist-Ermittler kann freilich auch am Ende nicht das Böse so ausmerzen, wie es der Leser wohl gern hätte. Die Gangster werden zu Cops und die Klienten zu Tätern.
Nichts wird gut.
10/08/2007
Haunted, Chuck Palahniuk
Just you and what you bring in your one suitcase.
In leicht brodelnder Galle richtet uns' Chuck allerlei herzhafte Kurzgeschichten an. Diese sind gewohnt krass - hier hat der Künstler nur wenige Seiten zur Vefügung, um den Erwartungsdrang der Leser zu erfüllen. Angerichtet wird alles in einer grotesken Rahmenhandlung, die gewohnte Motive wie Klaustrophobie, Zwang, und Paranoia nutzt und schmückt. So manch ein Satz bebt vor Kraft und bildet zitternd einen ganzen Absatz. Kein Wort ist zuviel. Der Autor als Täter, inhaltlich wie auch stilistisch.
Chuck will nie die Hölle zeichnen - er will nur das Diesseits so grundlegend vernichten, dass man taumeln muss und mit einem leisen Wimmern weiterblättert.
Jede (j-e-d-e) der Geschichten beseitigt jedweden Appetit. Freilich gehts auch oft ganz direkt ums essen und gefressen werden. "I passed out and you - you ate my ass?" Katzen, Penisse, Frühgeburten. Chop, chop. Dann wieder gehts um Penetrationen jedweder Art - am glorreichsten ist die Geschichte um Betty, die gang-gebangte Beatmungspuppe.
Am bekanntesten mag der Opener "Guts" sein - sie bedient die urban myths der Masturbationsunfälle und ist so grotesk, dass die Lesungen derselben selbst zum Mythos wurden. Immer wieder kippten nämlich Teile der Hörerschaft in Ohnmacht. Das ist literarische Effizienz. Oder doch nur Biologie? Oder ein weiterer Hoax? Auch Palahniuks Epilog kann ihn nicht wirklich freisprechen.
Ausgezeichnet. Aber gut, dass es vorbei ist.
Ist doch nur Spass, hu?
Batman Begins, Christopher Nolan
Nanna-nanna-nanna-nanna-nanna-nanna-nanna... jawohl. Dem allgemeinen Lob für diese Umsetzung des Batman-Motivs kann man sich nur anschliessen.
Die Geschichte spielt jenseits aller Zeit, in einer fiktiven Stadt: es wird stets auf die Depression verwiesen und Elemente der 20er/30er verbinden sich mit aktuellen Motiven. Batman's Kosmos ist ein Symbol für seine Geschichte als Konsumgut. In Zeiten der Hard-Boiled Unterhaltung entstanden, schwang er sich neben anderen Maskulinitäten wie Spade und Marlowe auf, um Teil der westlichen Fast Food Kultur zu werden. Gotham's Name verweist an die Vorgänger jener U-Kultur, die im 19. Jahrhundert mit einem gewissen Poe grosse kommerzielle Erfolge feierte. Alles ist verknüpft, in Gotham und um Gotham herum, strukturell wie auch historisch.
Furcht als Motiv und Farbe zu benutzen war eine ausgezeichnete Idee. Die Zerstörung von Wayne Manor und die zeitweise Anarchisierung Gothams ist den jüngsten Entwicklungen im Bat-Universum entnommen. Der Schatten des Zombies umtost die Stadt.
Die Batman-Renaissance wurde übrigens mit Frank Miller eingeleitet, welcher auch für das jüngst gelobte Sin City verantwortlich ist.
Danke, Frank.
Bald kommt Nolans (und Bales) zweiter Batman. Statt des Tumblers wirds ein Batpod geben (eine Fledermaus-Harley quasi) und der Helm soll beweglich sein - eine Revolution. Vor allem aber wird Heath Ledger das Maul zu weit aufreissen.
Die Geschichte spielt jenseits aller Zeit, in einer fiktiven Stadt: es wird stets auf die Depression verwiesen und Elemente der 20er/30er verbinden sich mit aktuellen Motiven. Batman's Kosmos ist ein Symbol für seine Geschichte als Konsumgut. In Zeiten der Hard-Boiled Unterhaltung entstanden, schwang er sich neben anderen Maskulinitäten wie Spade und Marlowe auf, um Teil der westlichen Fast Food Kultur zu werden. Gotham's Name verweist an die Vorgänger jener U-Kultur, die im 19. Jahrhundert mit einem gewissen Poe grosse kommerzielle Erfolge feierte. Alles ist verknüpft, in Gotham und um Gotham herum, strukturell wie auch historisch.
Furcht als Motiv und Farbe zu benutzen war eine ausgezeichnete Idee. Die Zerstörung von Wayne Manor und die zeitweise Anarchisierung Gothams ist den jüngsten Entwicklungen im Bat-Universum entnommen. Der Schatten des Zombies umtost die Stadt.
Die Batman-Renaissance wurde übrigens mit Frank Miller eingeleitet, welcher auch für das jüngst gelobte Sin City verantwortlich ist.
Danke, Frank.
Bald kommt Nolans (und Bales) zweiter Batman. Statt des Tumblers wirds ein Batpod geben (eine Fledermaus-Harley quasi) und der Helm soll beweglich sein - eine Revolution. Vor allem aber wird Heath Ledger das Maul zu weit aufreissen.
Munich, Stephen Spielberg
Ein Thriller. Munich ist ein Thriller mit historischen Motiven. Sowas! Irgendwie ist Ryan hier im Graben immer noch als besonders besonders verankert, als grosse epische Parabel auf die grosse WW2-Narration. Aber Munich... die Erinnerung tangiert Carlito's Way und irgendwas mit Gene Hackman... Respektlose Zyniker mögen sagen, dass Spielberg hier auf den Hail-70's-Zug aufspringt (erst die Sitcom, dann die Remakes von Shaft bis TCM) der dann von Fincher mit Zodiac weiter geritten wurde.
Der Nahost-Konflikt ist so furchtbar blutig und verzwickt, dass er weder in einem Blog noch in einem Hollywood-Blockbuster auch nur ansatzweise sinnvoll erklärt werden kann. Bei Munich weist da aber leider nichts drauf hin.
Die Bilder sind freilich gelungen und als Drama geht das alles gut. Bana ist besser als damals, als er Banner sein sollte. Doch als Einführung in historisch-kulturelle Komplexitäten langt das nicht, dafür ist der Plot zu bekannt. Da reicht es auch nicht, in der Schlussszene die Türme ragen zu sehen. Mal wieder. Soll dies wirklich der Identitätsknoten für diese Generation sein, das Millenniums-Plateau für die westlichen Zivilisationen?
Der Nahost-Konflikt ist so furchtbar blutig und verzwickt, dass er weder in einem Blog noch in einem Hollywood-Blockbuster auch nur ansatzweise sinnvoll erklärt werden kann. Bei Munich weist da aber leider nichts drauf hin.
Die Bilder sind freilich gelungen und als Drama geht das alles gut. Bana ist besser als damals, als er Banner sein sollte. Doch als Einführung in historisch-kulturelle Komplexitäten langt das nicht, dafür ist der Plot zu bekannt. Da reicht es auch nicht, in der Schlussszene die Türme ragen zu sehen. Mal wieder. Soll dies wirklich der Identitätsknoten für diese Generation sein, das Millenniums-Plateau für die westlichen Zivilisationen?
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